Contenderregatta am Aegerisee am 10./11.Sept.2005

Erstmals in 2005 gibt es eine Regatta für Contender am schweizerischen Aegerisee. Mit dabei ist die Klasse Flash. Für alle mit Mut zur Lücke: der See befindet sich irgendwo zwischen Hamburg und Mailand. Für die, die es genauer wissen wollen, kurz hinter dem Zürichersee. Das ist natürlich Pflichtprogramm für alle Regionalisten; zu mal auch gilt: neuer See, neues Glück. Also gleich nach der Arbeit losgefahren, Boot abgebaut, umgepackt auf Doppeltrailer, Alfred abgeholt und weitergefahren. An der Grenze geht dann das Ausland los: jetzt cha us nöt meh stope!

Am schönen Aegerisee geht das Ganze in umgekehrter Reihenfolge (nur eben im Ausland) weiter: akumme, chrützi säge, Böötli abe glade, Mästli ufbauet, Segel ufe zoge. Besonders erwähnenswert war der freundliche Empfang mit einer Bockwurst. Damit waren sofort zwei Sachen klar: Erstens die Regatta sollte ein kulinarischer Hochgenuss werden, zweitens hier geht’s um die Wurst: 10 Boote waren angereist, was inzwischen fast ein richtig starkes Feld ist (Grüße nach Warnemünde). Erwähnenswert ist noch dass etliche Schweizer den Weg zur Regatta gefunden haben. Außerdem scheint in Radolfzell eine neue Hochburg der Contisegler zu entstehen: Weiter so! Die Bodenseesegler waren aber wie gewohnt ein wenig schwach vertreten: Tomatenernte auf Reichenau, Unterwasseranstrich an Pfahlbauten in Uhldingen erneuern, Gletscherschmelze am Obersee aufhalten, etc. Man kennt das ja…..


Nach einer kurzen Wartezeit wurde dann auch bei frischem Wind gestartet. Bei flotten 0,5 bis 1Bft wurde der erste Lauf von Martin klar entschieden. Damit setzte Martin auch gleich ein Zeichen. Der zweite Lauf wurde dann aber leider wegen zu wenig Wind abgeschossen, was aber keinen wirklich traurig machte. Nörgeleien wegen verpasster Bahnabkürzung verstummten schnell, da die Bedingungen wirklich nicht einfach waren.

Die Entschädigung zum abgeschossenen Lauf folgte dann durch ein mehrgängiges Abendessen im Gasthaus Ochsen. Dabei wurde jeder Gang vom Chef persönlich in einer Art und Weise vorgestellt, dass einem das Wasser im Munde zusammenlief. Mit einem Wort: Super!

Am nächsten Tag wieder eine traumhafte Brise. Wind in den Böen ca. 12,5%! stärker wie am Vortag. Somit ging’s gleich wieder aufs Wasser. Nach abgekürztem Lauf konnte dieser wieder klar von Martin entschieden werden. Jetzt war allen klar: Gegen Martin war kein Kraut gewachsen. Dies und auch der inzwischen nicht mehr vorhandene Wind führte bei Gernot und Tobias zu einer übereilten Abreise. Ein dritter Start wurde nämlich mit frisch einsetzendem Wind gestartet, bei dem die zurückgebliebenen Haudegen alles versuchten einen erneuten Sieg von Martin zu vereiteln. Dies gelang nicht und Martin gewann die Serie hoch verdient mit drei Siegen, die bei spannenden Verhältnissen sicher nicht leicht waren.

Zu guter letzt sei noch auf die perfekte Infrastruktur des Vereins hingewiesen, wegen der die eine oder andere Windpausen vermutlich kürzer in Erinnerung geblieben ist, als diese tatsächlich war. Neben Annehmlichkeiten wie Internetanschluss und Gamebox stand auch ein Tischfussball und Poolbilliard zur Verfügung, was auch rege genutzt wurde. Eine Reise die sich somit für alle im nächsten Jahr durchaus lohnen könnte: hier kann jeder auf seine Kosten kommen.

GER 416
Frank Richter