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Bericht Leipzig | Drucken |
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(28.10.2012)  Drei Wettfahrten beim von Schnee, Eis und Bodennebel dominierten Saunacup auf dem Cospudener See: Hannes Seidel (GER-2488) gewinnt vor Andreas Voigt (GER-11) und Jörg Gläscher GER-2458).

Hier die Ergebnisliste:
results_leipzig_2012.

Den Bericht hat dieses Mal der Sieger höchstpersönlich geschrieben, knapp zweieinhalb Jahre nach seinem IDM-Sieg an gleicher Stelle genießt Hannes das Segeln in Leipzig sichtlich:

Wenn es mal wieder kribbelt

Sauna Cup? Na klar, muss sein! Gerade, weil es auch im letzten Jahr so nett war. T-Shirt-Wetter, Fahrradfahren um den See...

In diesem Jahr ist es anders. Der See dampft, es schneit und es weht mit kalten, auflandigen vier Beaufort. Der Schneemann der Wettfahrtleitung zeigt Startverschiebung. Das Auftakeln der Boote lässt sich nur mit Aufwärmunterbrechungen im Café bewerkstelligen. An Handschuhe hat kaum einer gedacht. Also ab in den Baumarkt – Gartenhandschuhe sind als Zaubermittel gegen Kälte auf dem Wasser angesagt. Herdentrieb – die Verkäuferin im Baumarkt ist ob des Massenkaufs von Gummihandschuhen sichtlich irritiert.


Gegen 14 Uhr geht es dann aufs Wasser. Zwei kurze knackige Rennen. Mit Gartenhandschuhen ist die Haptik an Pinne und Großschot ungewohnt. Alles bleibt ständig hängen und Manöver dauern länger als sonst. Es ist kalt, irgendwann kein Gefühl mehr in den Händen. Der Präsident ist in Form und seglerisch schwer zu kontrollieren, er ist vorneweg. Der Überholvorgang auf dem Vormwinder wird beim Anluven zur Zielkreuz mit der ersten Kenterung in diesem Jahr bestraft. Neben der Psyche schmerzen im Ziel vor allem die Hände vor Kälte. Fazit: Gartenhandschuhe allein taugen nicht.

An Land angekommen benötigt es zwei Personen, um Hand und Handschuh zu trennen. Die heiße Dusche läuft, die Finger kribbeln, Gefühl kehrt zurück. Ein Glühwein und ab in die Sauna – vorerst 85 Grad – schwitzen ist nicht. Also 100 Grad. Es schwitzt ein bisschen, die Finger kribbeln. Nackte Füße ans Kaminfeuer, ausspannen. Anschließend Bier, gemeinsames Essen und mal richtig ausschlafen.

Nächster Tag. Es ist kalt, neblig aber weniger windig. Startverschiebung. Die Finger kribbeln. Auf dem Wasser ein Wettfahrtabbruch und ein letztes Rennen. Der Präsident summt sich ein Liedchen. Denn „Er fährt links – ganz allein links...“ – und ist weit voraus. Bedeutet für den Rest: Pumpen, Dreher und Drücker mitnehmen, des Präsidenten Abwehr durchbrechen und Nerven malträtieren. Am Ende geht zwei Bootslängen vor Ziel die Rechnung auf. Der eine freut sich, der andere kocht innerlich. Beiden kribbeln die Finger.

Zur Siegerehrung fällt dem Schneemann der Kopf ab. Es wird offenbar wieder wärmer! Es gibt ein Handtuch für die Schnellen und einem neuen Wanderpokal. Leipzig, vielen Dank für das Event! Wir kommen wieder!

Ein Tag danach, der Bericht ist geschrieben – die Fingerspitzen kribbeln... Ob das wohl noch normal ist?

 

Hannes Seidel

GER-2488

 
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