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Wieder ein klasse Bericht von Dirk zum Sauna-Cup 2025

No news - Max wins als always.

Freitag Anreise zum Sauna-Cup 2025. Mit 41 Meldungen allein bei den Contendern braucht der Club zusätzlichen Raum. Ein paar Türen weiter wurde die „Kleine Freiheit“ angemietet mit Küche, Toilette, Kaminofen, Platz für 3 Bootsklassen und dazu 2 gehaltvolle Suppen für den Abend, die sich 1 Wärmeplatte teilen. Das lädt zum Verweilen ein. Mal sehen wer als Letzter geht… 

Samstag: „Happy“ & Team bereiten ein super Frühstücksbuffet in der „Kleinen Freiheit“. Dazu die Ansage, dass nach Möglichkeit 5 Wettfahrten gefahren werden sollen. Beim Einsegeln steht auf der rechten Seite der Bahn eine Kante mit konstant kräftigem Wind. Kräftig ist der Wind ohnehin - und böig. Aber da rechts ist er kräftiger mit Chance auf einen Anlieger zur Luvmarke. Wenn man das Feld überraschen will, dann zu Anfang! Also gut starten und gleich umlegen nach rechts, an der Linie zum Anlieger wenden und schwupps hat man die Startkreuz mit gutem Abstand gewonnen. Das könnte reichen, wenn da nicht ein Nachzügler der 505er auf dem Raumgang über mir liegen würde. Der kommt von der zweiten Luvmarke (für 505er und VA18) über uns. Das Ding hat hier weder was zu suchen, noch kommt es aus dem Quark. Das Feld kommt näher, also Schaden begrenzen: einbremsen, hinter dem 505er durch nach Luv und so schnell es geht zur Raummarke, Halse, das Feld kommt näher, nächste Kreuz wieder rechts auf Anschlag. Wieso folgt das Feld nicht? Besser so! An der Kreuz wieder einen Vorsprung herausgefahren, Luvmarke, dann auf dem Schenkel vorm Wind kommen sie wieder näher aber nicht vorbei. Jetzt nur noch die Zielkreuz fehlerfrei ins Ziel fahren. Überraschung geglückt! „Piratenprinzessin“ wird zweite. 

Zur zweiten Wettfahrt haben es die anderen auch begriffen. Ich starte schlecht, schaffe es nicht nach rechts rüber, und „Blindfisch“ macht das Rennen vor der „Piratenprinzessin“. In der dritten Wettfahrt funktioniert die Startkreuz auch links. Maisi und ich liegen vorne, wenden an der Luvmarke, wir gehen gerade wieder ins Trapez, dann kommt DIE(!) Böe: Winddreher, Arsch im Wasser, laut Revierfunk achteraus ebenfalls Chaos, irgendwie Wasserstart und ab auf den Raumgang. Doch halt! Leider scheint an der zweiten Luvmarke über uns ein Eisberg gekalbt zu haben. Jedenfalls treibt vor Maisi und mir eine weiße Wand. Unser hektisches Anluven führt zum erwartbaren Resultat. Kaum wieder auf den Beinen und im Trapez fliegt von hinten die junge Generation heran, spielt Cello an meinem Stehenden Gut und legt sich chillen. Maisi fährt ans Ufer, um den Niederholer zu flicken. Andreas und Max sind schon mal weg. Ich bin auf der Aufholjagd. Zwar dürfen wir in diesem Rennen eine Runde mehr fahren, aber dennoch ist es eher zäh. Auf der Zielkreuz erwische ich rechts die Lay-Line, der Wind legt noch etwas zu, „Conspiratrice“ haut den Turbo rein - allerdings scheint das „Tröll“ in Luv-etwas-achteraus über die selben Mittel zu verfügen. Das Ziel-Schiff liegt näher, während ich nur die Mitte der Linie treffe. Wenn sich das mal nicht rächen wird! Vorne war dieses mal Max vor Andreas. 

In Wettfahrt 4 ist noch mal schön viel Wind. Weil bereits viele Boote an Land sind, soll dies die letzte für heute sein. Viele (z.B. Andreas) starten nach links raus und ein paar (z.B. Max) nach rechts. Ich liege gut über dem linken Pulk und beginne mich langsam auf den „Blindfisch“ zu legen. Aber will ich den Kumpel wirklich ärgern? Wollte ich nicht nach rechts? Nach ¾ der Strecke wende ich. Schön, so alleine im freiem Wind. Anscheinend war es die richtige Entscheidung, denn ich kann vor dem rechten Pulk wenden und fahre mit dem „Gleitmittel“ als erste um die Luvmarke. Dieses mal gehe ich den Eisbergen und Bummelbooten aus den Weg. Bei diesem Wind kann ich meine Position auf den Raumgängen verteidigen. Die nächste Kreuz ist nicht das Problem, sondern eher der folgende Vormwinder. Max schafft es sich eine ½ Bootslänge Vorsprung und Innenraum an der Leemarke zu erkämpfen. Wir hämmern rechts raus, bzw. ich unter Max hindurch. Andreas ist uns auf den Fersen. Auf halben Weg wendet Andreas. Max wirkt zusehens nervöser. Wir wollen Andreas nicht entkommen lassen und wenden ebenfalls. Im Ziel schaue ich mir an, wie Max alles gibt, um vor Andreas zu bleiben. 

Zurück am Ufer gibt es traditionell Bier mit Schnittchen - und heute besonders viel zu erzählen. Die (unübersehbaren) Robo-Tonnen sind aber kein Thema. An denen war man so schnell vorbei, dass man das Gefühl hatte, die standen. Fast alle wollen schnell warm-duschen, was die Troko-Truppe einsam zurück lässt. Also weiter zum Bus-Windschatten-Klönschnack-Zwischenstopp. Abends wird die traditionelle „Burger-Straße“ aufgebaut. Die Zutaten für den Hamburger-Selbstbau gibt es drinnen. Draußen am Grill sind Holm & Steffen durchgehend Feuer & Zange. 

Sonntag: Beim Frühstück sah es noch so aus, als ob wir segeln könnten. Als ich zum Boot gehe, kommen mir aber die anderen schon entgegen. Viele Schaumkronen und 5°C plädieren für eine vorzeitige Heimfahrt. Na, zumindest hat man „Conspiratrice“ bereits den Hang hinauf gezogen. Dankeschön! Beim Einpacken fällt mir ein Stück Progrip ins Auge, welches an meinen Kompass klebt. Nach Rückgabe an den Cellisten vom Vortag können wir feststellen, dass es exakt an seine Baumnock passt. Somit bleibt es bei den Resultaten des Vortages. Max und Andreas haben die exakt gleichen Platzierungen. Also entscheidet die letzte Wettfahrt, und einer hat die „Arschkarte“. Klingt nach einem Bootsnamen… 

anD!RKen (GER 2738) 

 

 

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