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Bericht Kieler Woche 2018

Christoph Homeier (Bremen) gewinnt die Kieler Woche 2018, herzlichen Glückwunsch!! Mit der fantastischen Serie von 8 ersten oder zweiten Plätzen in Folge hat "Burschi" nichts anbrennen lassen. Am heutigen letzten Tag wurden die Läufe 9 und 10 gesegelt, hier belegte Christoph die Plätze 1 und 6. Genug, um komfortable 14 Punkte Vorsprung vor Vorjahressieger Jesper Nielsen (DEN) nach Hause zu bringen. Damit ist der dänische Bann gebrochen, seit 2014 hatten die Wikinger alle KiWo-Siege nach Hellerup oder Abenraa entführt. Einen großartigen dritten Platz erreichte Jörg Schlienkamp (Herten) vor "Backe" Jan von der Bank (Eutin). Es waren 54 Contender aus sechs Ländern am Start!

Simon Marburger hatte als 26. die Ehre, einen Regattabericht schreiben zu dürfen. Und er hat geliefert (Danke!)... siehe unter dem Link zur Ergebnisliste :-)

Wer eher so für bewegte Bildchen ist, hier ein Video-Beitrag vom Offenen Kanal Kielüber den Contender (Porträt). Noch etwas interessanter dürfte das Interview mit unserem Klassenpräsi Sebastian sein (ebenfalls OKK), hier gibt es auch aktuelle Bilder vom Wasser (ab ca. 4:30 min.).

Ergebnisliste

Bericht Leipzig

Sauna-Cup Leipzig 2015(15.11.2015) Zum Sauna-Cup auf dem Cospudener See bei Leipzig ist auch Dirk Müller (GER-2527) aus Bremen angereist. Er kommentiert den wiederholten Regattasieg durch "Lokalmatador" Thomas Herbst (GER-2378) in einem wie gewohnt äußerst lesenswerten Regattabericht.

Ergebnisliste: contender-leipzig__2015

Weitere Fotos auf unserer Flickr-Seite.

 

Dirks Bericht:

Bericht Schwerin

(22.11.2015) Der erste Podiumplatz im Contender, direkt ganz oben! Seinen Traum vom Regattagewinn hat Schwerin-Sieger Andreas Lutz Körnig (GER-1421) aufgeschrieben (siehe unten). Prädikat "Lesebefehl"!! ;-) 

 

(20.10.2015) Die zweitgrößte Contender-Überraschung der Saison 2015 (nach dem Silberfleet-Laufsieg von Jan Küper bei der WM...) ist perfekt: Der Sieg bei der Petermännchen-Regatta in Schwerin geht an Andreas Lutz Körnig (GER-1421) aus Kiel. Nach einem überzeugenden Samstag mit drei Siegen in vier Läufen sichert er sonntags in einem Leichtwind- und einem Rennen mit Wumps die Führung gegen Max Billerbeck (GER-488) aus Elmshorn, der mit zwei dritten Plätzen nicht mehr deutlich aufholen kann. Die Laufsiege am Sonntag gehen an Klaus Jünemann (GER-503) aus Hamburg und Andreas Voigt (GER-11) aus Potsdam. Am Start waren 20 Boote aus Dänemark und Deutschland, darunter fünf mit Damen an der Pinne. 

 

Bilder gibt es auch schon: Man beachte das tolle Regatta-Debüt von Peter Schafft (GER-2427): 14 Jahre, 45 Kilogramm Körpergewicht! --> Bilder von Stefan Schafft auf Picasa. Auch Jeannette Geithner hat uns tolle Fotos zur Verfügung gestellt. Danke!! Ergebnisliste auf Raceoffice.

 

Bericht von Lutz:

Bericht Steinhude

Johanna Grandt war so lieb und hat den Regattabericht zur Kehrausregatta beigesteuert.

Danke!!

Bevor's losgeht, der Vollständigkeit halber noch mal:

 

Das Lieblingsboot am Lieblingsmeer

Was für ein Sommer! Jeden Mittwoch drehte ich in Badeshorts und Lycra meine Runden auf der Alster und plötzlich steht schon Steinhude vor der Tür. Ich hatte gar nicht mitbekommen, dass es langsam Herbst wird. Schnell gemeldet und geguckt, wo sich der Neo versteckt, gefunden und eingepackt.

BERICHT ZUR IDM 2022 IN SCHWERIN

Bei der diesjährigen Internationalen Deutschen Meisterschaft der Contenderklasse kam dem Begriff International am Ende besondere Felix vor dem Schweriner SchlossBedeutung zu und machte klar, die ausländische Konkurrenz schläft nicht. Insgesamt 54 Boote aus 2 Nationen fanden den Weg an den schönen Schweriner See, genauer der Seglervereinigung Schwerin. Bereits 2017 ließ sich hier eine hervorragende Meisterschaft austragen, sodass die Messlatte zur Verbesserung in diesem Jahr besonders hoch lag. So viel sei vorweggesagt, die Erwartungen der Segler wurden nicht enttäuscht.

Hier weiterlesen: pdf2022_IDM_Schwerin_Eike_Martens.pdf40.41 KB

Ergebnislink: Ergebnisse IDM 2022 Schwerin

Contender-Weltmeisterschaft 2026 in Medemblik – Starkwind, Flaute und ein unerwarteter vierter Platz - ein toller Bericht von Eike Martens

Der erste niederländische Weltmeister im Contender ist, wie man so schön sagt, „in the books“: Pim van Vugt. Eine Weltmeisterschaft, die wettertechnisch alles zu bieten hatte – von Starkwind und Regen bis hin zu Flaute und Sonnenschein.

Für mich war es nach 2025 die zweite Weltmeisterschaft. Mit dabei war Max, mit dem ich mir die Schlafplätze im Bus teilte. Wir reisten bereits am Freitag an, dem letzten Tag der Pre-Worlds. Die vom Regattacenter schließlich doch noch in erweitertem Umfang zur Verfügung gestellten Campingflächen waren bereits größtenteils belegt – eine Seite mit, die andere ohne Strom. Um den eigenen Energiebedarf sicherzustellen, musste der ein oder andere ein wenig erfinderisch werden. Am Ende reichte nachts eben auch mal ein Stromkabel quer über den öffentlichen Fahrradweg.

Am Samstag konnten wir wie geplant unsere online gebuchten Vermessungsslots wahrnehmen. Organisatorisch lief die Vermessung reibungslos und schnell ab, auch wenn ich noch einige Korrekturgewichte an Mast und Boot anbringen musste. Das war allerdings der einzige Stress des Tages. Abends machten Max und ich es uns mit den anderen am Camper gemütlich – Nudeln, die letzten Sonnenstunden des Tages und ein alkoholfreies Bier. Viel mehr braucht es manchmal nicht.

Das Practice Race am Sonntag ließ ich aus. Stattdessen erledigte ich die letzten Arbeiten am Boot und genoss einen Mokka mit meinem ehemaligen Laser-Kollegen und guten Freund Fabian Gielen. Alte Geschichten kamen auf den Tisch, und für einen Moment fühlte es sich an wie früher. Als die anderen vom Wasser zurückkehrten, gab es einiges zu erzählen. Das Practice Race war überraschend verlaufen – allerdings nicht wie sonst aus eigenen seglerischen Gründen. Aufgrund eines Eingabefehlers in der unterstützenden Kurs-App lag die Luvtonne viel zu weit auf der linken Seite, sodass bereits direkt nach dem Start ein Anlieger möglich war. Nach etwas Verwunderung ließ sich der Vorfall aufklären.

Am Sonntagabend zeigte sich schließlich auch das Wetter von seiner besseren Seite. So konnte die Eröffnungsfeier in stimmungsvoller Atmosphäre auf der Burg Radboud im östlichen Teil Medembliks stattfinden. Ein rundum gelungener Abend, auch wenn die Häppchen schnell leer waren.

Der erste Wettfahrttag begann – wie alle folgenden – mit einer geplanten Startzeit um 13 Uhr. Bei rund 20 Knoten Wind ging es sportlich hinaus aufs Wasser. An solchen Tagen fragt man sich schon einmal, warum man sich das eigentlich antut. Doch spätestens nach den Rennen im Hafen stellte sich nach kurzem Durchatmen wieder dieses besondere Glücksgefühl ein.

In den Böen wurden bis zu 28 Knoten gemessen. Im ersten Rennen startete ich ganz rechts gemeinsam mit Paul. Wir konnten uns gut behaupten und flogen mit den anderen fünf Booten auf dem Reach durch die kurze Welle Richtung Tonne – ein echter Ritt mit Anschnallpflicht. Bereits beim Abfallen wurde ich so heftig ins Cockpit geschleudert, dass ich eine Kenterung gerade noch verhindern konnte. Erst einmal hieß es sortieren. Graeme erwischte es direkt vor mir an der zweiten Tonne, während Christoph routiniert im Trapez vorbeiglitt. So ist das manchmal…. irgendwie hatte mit den Bedingungen zu kämpfen, und einige hatten bereits vor dem Auslaufen entschieden, im Hafen zu bleiben.

Der zweite Tag sollte laut Vorhersage noch mehr Wind bringen, tatsächlich war es draußen aber etwas angenehmer. Im ersten Tagesrennen rundete ich als Zweiter die Luvtonne, musste danach jedoch konditionell etwas Federn lassen. Als Fünfter erreichte ich auch in der zweiten Runde das Gate, bevor es auf die Zielkreuz ging. Ich entschied mich für die rechte Tonne, wollte kurz auf die rechte Seite fahren, verpasste jedoch den ersten Rechtsdreher, während die vier Boote vor mir frei wenden konnten.

Etwa 200 Meter voraus erkannte ich eine weitere Windkante. Ich wendete und konnte immer höher fahren. Am Ende standen dort knapp 20 Grad Rechtsdreher bei rund 25 Knoten Wind. Mit wehenden Fahnen segelte ich tatsächlich zum Tagessieg. Was für ein Gefühl! Fast schon etwas beschämt überquerte ich die Ziellinie – auf der linken Seite herrschten schätzungsweise fünf Knoten weniger Wind.

Den Abend verbrachten wir ausnahmsweise ohne Nudeln, blieben der italienischen Küche aber mit Pizza in der sehenswerten Innenstadt treu. Endlich etwas Entspannung, denn für Mittwoch waren deutlich moderatere Bedingungen angekündigt.

Für rund 25 Teilnehmer war es der erste richtige Regattatag auf dem Wasser. Zwei Wettfahrten konnten bei 9 bis 13 Knoten Wind gesegelt werden. Max sicherte sich dabei seinen ersten Tagessieg – eine starke Leistung. Auch die Wartezeiten zwischen den Starts ließen sich bei angenehmeren Temperaturen und weniger Wind deutlich besser ertragen.

Zur Begrenzung der Ziellinie wurde das Pin-End-Boot genutzt, das nach jeder Wettfahrt wieder nach Lee verlegt werden musste. Das kostete an jedem Wettkampftag zusätzliche Zeit.

Am vorletzten Tag herrschte zunächst komplette Flaute. Immer wieder keimte Hoffnung auf, doch der Wind setzte sich lediglich an Land durch. Auf dem Wasser wollte er sich nicht richtig etablieren. Zwischen 16 und 17 Uhr wurde schließlich endgültig abgebrochen.

Stattdessen machten wir uns auf zum Championship Dinner in der Innenstadt. Neben der Ehrung der Tagessieger gab es eine Tombola und anschließend ein hervorragendes Buffet. Ein rundum gelungener Abend.

Auf dem Rückweg zum Camp setzte spätabends schließlich doch noch eine angenehme Brise mit etwa vier Beaufort ein, die bis in den späten Vormittag des Finaltages anhielt. Rein formal hätte man unter diesen Bedingungen durchaus ein, vielleicht sogar zwei Rennen segeln können. Die erste Startmöglichkeit war allerdings auf 12 Uhr festgelegt.

Im Nachhinein war das natürlich etwas ärgerlich. Andererseits hatten nahezu alle Wettermodelle Wind ab 13 Uhr vorhergesagt. Tatsächlich flaute der Wind jedoch bereits während des Auslaufens gegen 11 Uhr immer weiter ab, bis schließlich nahezu komplette Windstille herrschte. Mit Ach und Krach erreichten wir überhaupt das Regattagebiet. Dann begann das Warten.

Gegen 14 Uhr zeichnete sich am Horizont eine dunklere Wasserfläche ab. Auch ohne den Protagonisten Ole Storm aus Jans Roman Die Farbe der See ließ sich erkennen, dass es mit der letzten Startmöglichkeit um 15 Uhr äußerst knapp werden würde.

Um 14:35 Uhr lag schließlich das Kursdreieck, musste aber mehrfach angepasst werden – es fehlten einfach noch ein bis zwei Knoten Wind. Um 14:49 Uhr ertönte schließlich das Ankündigungssignal. Was für eine Spannung! Das Trinkwasser war längst leer, die Sonne brannte, und dann doch noch der Start.

Ich entschied mich für die Mitte links, war jedoch etwas zu zögerlich und wurde zwischen zwei Booten eingeklemmt. Kurz darauf dann die Erleichterung: Allgemeiner Rückruf. Ein neuer Start war allerdings nicht mehr möglich – die letzte Startmöglichkeit um 15 Uhr war erreicht. Mit einem Schlag fiel die Anspannung von mir ab. Gleichzeitig blieb das etwas unbefriedigende Gefühl zurück, zwei Tage nahezu ohne Segeln erlebt zu haben.

Zu beurteilen, ob eine Anpassung der Startzeit am letzten Tag sinnvoll gewesen wäre, möchte ich an dieser Stelle anderen überlassen. Wie so oft gibt es gute Argumente für beide Seiten. Fest steht jedoch, dass ein Teil des Feldes aufgrund der beiden Starkwindtage effektiv nur einen einzigen Regattatag absolvieren konnte.

Die Siegerehrung war trotz einiger vorzeitiger Abreisen gut besucht. Den unterschiedlichsten Bedingungen hatten am Ende der Geheimfavoriten Pim van Vugt und Olga Henneberg am besten getrotzt. Zweiter in der Liste wurde Mark Bulka, Platz drei belegte Graeme Willcox aus Großbritannien.

Für mich stand am Ende völlig unerwartet Platz vier zu Buche – ein Ergebnis, das ich mir vor der Veranstaltung niemals ausgemalt hätte. Max folgte aus deutscher Sicht auf Rang sechs, und Jan belegte in seiner Revival-Saison einen beachtlichen 14. Platz. Insgesamt nahmen 94 Boote an der Weltmeisterschaft teil. Nach dem Rekordfeld am Gardasee im vergangenen Jahr ist das für eine internationale Bootsklasse weiterhin eine solide Teilnehmerzahl.

Rückblickend bleiben vor allem die familiäre Atmosphäre, das stets freundliche internationale Miteinander und die sportliche Herausforderung auf dem Wasser in Erinnerung. In diesem Zusammenhang möchte ich mich nochmals herzlich bei allen Unterstützern, Helfern und Ausrichtern der Veranstaltung bedanken.

Ganz unkritisch soll dieser Rückblick jedoch nicht enden. Die Höhe der Meldegelder belastet mittlerweile spürbar die private Reisekasse. Das diesjährige Startgeld zeigt deutlich, dass auch im Regattasport die allgemeine Preisentwicklung angekommen ist. Bei Wochenendregatten mag das subjektiv noch eher zu verschmerzen sein. Wie sich diese Entwicklung in Zukunft fortsetzt, bleibt abzuwarten. Vielleicht gehören solche Phasen einfach dazu.

Kalter Schlag Bremen

Dritter Advent, leichter Schneegriesel, Eis auf den Gräben und kleinen Teichen – unverkennbar, es ist Winter! Aber ein paar Spacken haben nichts Besseres zu tun, als an diesem Tag segeln zu gehen. Wie blöd kann man denn eigentlich sein? Offensichtlich ZIEMLICH BLÖDE! Die Großschot zu einem Klumpen gefroren, der Niederholer fest, keine einzige Klemme funktioniert, überall nur Eis im Schiff. Sogar das Ruderblatt lässt sich nur mit einem kräftigen Ruck vom Cockpitboden lösen. Mein Gott, wie kann man so sein? Ich kann mir das nicht erklären – muss ich aber auch nicht. Denn ich bin selbst einer dieser Blödmänner und schlüpfe bei bei -2°C in meinen Neoprenanzug.

Tricky Tümpel - Dirks Bericht zur Regatta in Bad Zwischenahn 2025

Montag: Die Dinge fügen sich bei mir zu einem langen Segelwochenende. Jetzt schnell noch melden für Bad Zwischenahn. Moment - wieso ist das Meldeportal bereits geschlossen? So etwas ist mir neu, zumal ich ja eher ein Frühmelder bin. Also Email an den Club. Antwort: Du bist willkommen; zahle nicht vor Ort, weil noch teurer. Alles klar - vorerst. 

Donnerstag: Max ist heute noch krank, so dass Lars in die 60PS-Wanne steigt. Wie immer ist der Slip an der Wasserkante extrem schlüpfrig. Beim Slippen erkennt man, dass dies Wilfrieds Heimathafen ist. Er führt auf dem Steg das Boot herum auf die andere Seite, um dort im knietiefen Wasser entspannt das Segel zu hissen. Vorschlag für den Conti-Knigge: Am ersten 1. Tag sollte ein Einheimischer als Erster vorweg slippen. War es anfangs noch recht muckelig in der Sonne, so zieht es später zu und frischt auf. Nach 3-4 Stunden hat Lars genug Videos von uns auf dem Handy. 

Die Duschen sind frisch saniert. Trés chic. Zwar ist anfangs die Bedienung der Dusche etwas fordernd, aber dann hat man die Auswahl zwischen Handbrause, Strahl-horizontal-aus-der-Wand, sowie Regen-von-oben. Ob eines der Clubmitglieder eine Bad-Ausstellung betreibt? Während der Nachbesprechung im Club-Restaurant, erwartet uns das nächste High-Light: Jever vom Faß! Auch die alkoholfreie Version erhält reichlich Zuspruch. Als Beilagen werden edle Speisen feil geboten, aber auch „Manta-Platte“ (laut Karte) und Bauernfrühstück. 

Freitag: Kein Frühstück im Club, aber Lars baut eine Nespresso-Kapsel-Kaffee-Maschine auf. Fenja und Max sind bereits gestern Abend angereist und haben neben Kaffee-Milch auch ein paar nette Übungen für das Training mitgebracht. Die Bedingungen sind mit Sonne und oberen 4 Bft. perfekt. Dass die „Stehende Opti-8“ es in sich haben wird, war mir klar. Aber dass ich mich bereits in der 3. Runde unterm Baum einklemme und auf die Seite lege, kam dann doch zu früh. Den anderen ergeht es nicht besser. Relativ schnell verlangt es den Crews wieder nach langen Schlägen. Somit folgt der Wechsel zu Kurzwettfahrten mit Start-Training: 5-Min-Signal, bei 3 Minuten Frühstart für alle, zurück zur Linie und nochmals Starten bei Null. Dann am besten links raus, wenden und zur Luv-Marke. Weiter mit einer schönen Rutsche runter zur Raum-Marke, Lee-Marke, anluven, am Wind durchtrimmen, fertig. Ziemlich fertig nach 2-3 Stunden. Nach einer Pause an Land geht es wieder aufs Wasser. Lars steigt auf seinen Conti, so dass wir insgesamt 10 Boote beim Training sind. Der Wind hat etwas nachgelassen, und die Rennen werden enger. 

Samstag: Lars hat Brötchen für alle besorgt. Während der Steuermannsbesprechung erfahren wir, dass der DSV neuerdings vorgibt, nach Meldeschluss keine Meldungen mehr anzunehmen. Die Clubs am Dümmer, Zw‘ahn und Steinhude wollen sich an diese neue Regel halten, aber wie bei allen neuen Dingen, braucht es eine Übergangszeit. Wir Segler haben von dieser neuen Regel bisher noch nichts gehört, müssen aber spätestens in Steinhude damit rechnen, dass diese Meldeschluss-Ausschluss-Regel angewendet wird. Das kann man nachvollziehen, weil die Nachmeldungen den Clubs organisatorisch einiges abverlangen. Die Finn-Dinghies fehlen, was nicht unbedingt an deren Meldemoral liegt, aber so haben wir die Regatta für uns. 

Jedoch wird es nichts mit dem Wind heute. Ersatzweise gibt es Hafen-Kino: Ein Reisebus fährt sich beim Wenden einen Blinker kaputt. Die Reisegruppe wird mit Schwimmwesten auf 2 Jugendkutter verfrachtet zum Treiben, Pullen und Pullen-Leeren. Idyllisches Optimieren an den Booten, Messmarken für Sebastians Mast, Vorbiegung für Jörgs neuen CST, Pflege des Sonnenbrandes und auf der gegenüberliegenden Seite des Sees kreist ein Segelflieger in der Thermik wie ein Flaute-Geier. Abends bekommen wir für unsere 45,-€ Meldegeld ein reichlich-leckeres Buffet mit Salat, Fisch, Schnitzel, Kartoffelgratin und Spätzle. Auch vegane Sonderwünsche werden erfüllt. 

Sonntag: Frühstücksbuffet im Club. Während wir auf dem Balkon speisen, erscheint Thomas und baut auf. Aufgrund des starken Verkehrs der letzten Tage am Slip, ist dieser abgewetzt und nicht mehr so gefährlich. Der Start wurde vorverlegt auf 10:00 Uhr. Er findet unter „Max-Bedingungen“ (2-3 Bft.) statt. Max ist ab der Luv-Marke vorne und kann seinen Vorsprung ausbauen, während das Feld sich gegenseitig stört. Nach dem Dreieck ist das Feld an der Lee-Marke komplett zusammengeschoben und Max auf & davon. Das Feld kämpft um Plätze beim Up‘n‘Down sowie auf der abschließenden Zielkreuz zum Prahm. 

Zum 2. Start herrschen „Dirk-Bedingungen“ (4+!). Nach dem Dreieck will Max an der Kreuz auf die bewährte linke Seite. Irgendetwas in mir ahnt was, lässt Max ziehen und fährt zur rechten Layline. Der daraus resultierender Vorsprung lässt sich nicht allein durch „super-sonic-upwind-speed“ erklären. Wenn ich nicht kentere, ist mir der Laufsieg sicher. Einige kentern aber, stecken sogar den Mast in den Morast und müssen sich Zeit nehmen, so dass es auf diversen Plätzen harte Kämpfe mit überraschenden Wendungen gibt. „Tricky Tümpel“ ist Maisi‘s Kommentar. 

Vor dem 3. Start fragt die Wettfahrtleitung, ob wir gerne ein 4. Rennen hätten? Nach einem Layday? Na klar! Inzwischen hat es ein wenig abgeflaut zu „Maisi-Bedingungen“. Der verteidigt eisern seine Führung gegenüber Max bis ins Ziel. Im 4. Rennen sieht es stark nach „Karsten-Bedingungen“ aus, wobei ihm mit Maisi und dahinter mit Max schon 2 gefährliche Gegner dicht auf den Fersen sind. Auf der Zielkreuz versucht Karsten den Maisi auf der rechten Seite zu decken, während Max sein Glück Anschlag links sucht. Der Zieldurchgang der drei ist fast zeitgleich und die Reihenfolge erst auf der Ergebnisliste ersichtlich. 

Das waren 4 von der Wettfahrleitung gut durchgeführte Rennen unter schönen und auch vielseitigen Bedingungen. Der großzügige Platz an Land erleichtert das Einpacken. Thomas gelingt sein Vorhaben als Letzter anzureisen und als Erster wieder abzureisen. Zum Schluss bleibt noch eine Frage offen: Wie lautet der Plural von Kuckuck? 

Bye-Bye! (GER 2738) 

Dirk Müller

Wieder ein klasse Bericht von Dirk zum Sauna-Cup 2025

No news - Max wins als always.

Freitag Anreise zum Sauna-Cup 2025. Mit 41 Meldungen allein bei den Contendern braucht der Club zusätzlichen Raum. Ein paar Türen weiter wurde die „Kleine Freiheit“ angemietet mit Küche, Toilette, Kaminofen, Platz für 3 Bootsklassen und dazu 2 gehaltvolle Suppen für den Abend, die sich 1 Wärmeplatte teilen. Das lädt zum Verweilen ein. Mal sehen wer als Letzter geht… 

Samstag: „Happy“ & Team bereiten ein super Frühstücksbuffet in der „Kleinen Freiheit“. Dazu die Ansage, dass nach Möglichkeit 5 Wettfahrten gefahren werden sollen. Beim Einsegeln steht auf der rechten Seite der Bahn eine Kante mit konstant kräftigem Wind. Kräftig ist der Wind ohnehin - und böig. Aber da rechts ist er kräftiger mit Chance auf einen Anlieger zur Luvmarke. Wenn man das Feld überraschen will, dann zu Anfang! Also gut starten und gleich umlegen nach rechts, an der Linie zum Anlieger wenden und schwupps hat man die Startkreuz mit gutem Abstand gewonnen. Das könnte reichen, wenn da nicht ein Nachzügler der 505er auf dem Raumgang über mir liegen würde. Der kommt von der zweiten Luvmarke (für 505er und VA18) über uns. Das Ding hat hier weder was zu suchen, noch kommt es aus dem Quark. Das Feld kommt näher, also Schaden begrenzen: einbremsen, hinter dem 505er durch nach Luv und so schnell es geht zur Raummarke, Halse, das Feld kommt näher, nächste Kreuz wieder rechts auf Anschlag. Wieso folgt das Feld nicht? Besser so! An der Kreuz wieder einen Vorsprung herausgefahren, Luvmarke, dann auf dem Schenkel vorm Wind kommen sie wieder näher aber nicht vorbei. Jetzt nur noch die Zielkreuz fehlerfrei ins Ziel fahren. Überraschung geglückt! „Piratenprinzessin“ wird zweite. 

Zur zweiten Wettfahrt haben es die anderen auch begriffen. Ich starte schlecht, schaffe es nicht nach rechts rüber, und „Blindfisch“ macht das Rennen vor der „Piratenprinzessin“. In der dritten Wettfahrt funktioniert die Startkreuz auch links. Maisi und ich liegen vorne, wenden an der Luvmarke, wir gehen gerade wieder ins Trapez, dann kommt DIE(!) Böe: Winddreher, Arsch im Wasser, laut Revierfunk achteraus ebenfalls Chaos, irgendwie Wasserstart und ab auf den Raumgang. Doch halt! Leider scheint an der zweiten Luvmarke über uns ein Eisberg gekalbt zu haben. Jedenfalls treibt vor Maisi und mir eine weiße Wand. Unser hektisches Anluven führt zum erwartbaren Resultat. Kaum wieder auf den Beinen und im Trapez fliegt von hinten die junge Generation heran, spielt Cello an meinem Stehenden Gut und legt sich chillen. Maisi fährt ans Ufer, um den Niederholer zu flicken. Andreas und Max sind schon mal weg. Ich bin auf der Aufholjagd. Zwar dürfen wir in diesem Rennen eine Runde mehr fahren, aber dennoch ist es eher zäh. Auf der Zielkreuz erwische ich rechts die Lay-Line, der Wind legt noch etwas zu, „Conspiratrice“ haut den Turbo rein - allerdings scheint das „Tröll“ in Luv-etwas-achteraus über die selben Mittel zu verfügen. Das Ziel-Schiff liegt näher, während ich nur die Mitte der Linie treffe. Wenn sich das mal nicht rächen wird! Vorne war dieses mal Max vor Andreas. 

In Wettfahrt 4 ist noch mal schön viel Wind. Weil bereits viele Boote an Land sind, soll dies die letzte für heute sein. Viele (z.B. Andreas) starten nach links raus und ein paar (z.B. Max) nach rechts. Ich liege gut über dem linken Pulk und beginne mich langsam auf den „Blindfisch“ zu legen. Aber will ich den Kumpel wirklich ärgern? Wollte ich nicht nach rechts? Nach ¾ der Strecke wende ich. Schön, so alleine im freiem Wind. Anscheinend war es die richtige Entscheidung, denn ich kann vor dem rechten Pulk wenden und fahre mit dem „Gleitmittel“ als erste um die Luvmarke. Dieses mal gehe ich den Eisbergen und Bummelbooten aus den Weg. Bei diesem Wind kann ich meine Position auf den Raumgängen verteidigen. Die nächste Kreuz ist nicht das Problem, sondern eher der folgende Vormwinder. Max schafft es sich eine ½ Bootslänge Vorsprung und Innenraum an der Leemarke zu erkämpfen. Wir hämmern rechts raus, bzw. ich unter Max hindurch. Andreas ist uns auf den Fersen. Auf halben Weg wendet Andreas. Max wirkt zusehens nervöser. Wir wollen Andreas nicht entkommen lassen und wenden ebenfalls. Im Ziel schaue ich mir an, wie Max alles gibt, um vor Andreas zu bleiben. 

Zurück am Ufer gibt es traditionell Bier mit Schnittchen - und heute besonders viel zu erzählen. Die (unübersehbaren) Robo-Tonnen sind aber kein Thema. An denen war man so schnell vorbei, dass man das Gefühl hatte, die standen. Fast alle wollen schnell warm-duschen, was die Troko-Truppe einsam zurück lässt. Also weiter zum Bus-Windschatten-Klönschnack-Zwischenstopp. Abends wird die traditionelle „Burger-Straße“ aufgebaut. Die Zutaten für den Hamburger-Selbstbau gibt es drinnen. Draußen am Grill sind Holm & Steffen durchgehend Feuer & Zange. 

Sonntag: Beim Frühstück sah es noch so aus, als ob wir segeln könnten. Als ich zum Boot gehe, kommen mir aber die anderen schon entgegen. Viele Schaumkronen und 5°C plädieren für eine vorzeitige Heimfahrt. Na, zumindest hat man „Conspiratrice“ bereits den Hang hinauf gezogen. Dankeschön! Beim Einpacken fällt mir ein Stück Progrip ins Auge, welches an meinen Kompass klebt. Nach Rückgabe an den Cellisten vom Vortag können wir feststellen, dass es exakt an seine Baumnock passt. Somit bleibt es bei den Resultaten des Vortages. Max und Andreas haben die exakt gleichen Platzierungen. Also entscheidet die letzte Wettfahrt, und einer hat die „Arschkarte“. Klingt nach einem Bootsnamen… 

anD!RKen (GER 2738) 

 

 

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