Regattaberichte 2

Regatta

Günther Wendl gewinnt Ammersee-Pokal

Bei der ersten Contender-Regatta des Jahres in Deutschland waren am Wochenende 21 Boote am Start. Am Ammersee wurden Samstag und Sonntag je zwei Wettfahrten gesegelt. In der Endabrechnung hatte Günther Wendl (AUT) die Nase vorn (Ergebnisliste).

Melanie Wendl berichtet: "Am Samstag wurden wir trotz brütender Hitze von über 30 Grad von mäßigem Ostwind überrascht und konnten am späten Nachmittag noch zwei schöne Wettfahrten segeln. [...] Günther lag mit den Plätzen 4 und 1 einen Punkt vor Felix Krause (GER) in Führung. [...] Am Sonntag rechnete kaum jemand damit, dass wir überhaupt noch zum Segeln kommen, aber zum Glück hatten wir uns da getäuscht. Kurz nach 12h hieß es für die 20 Contendersegler und mich auslaufen zur dritten Wettfahrt. Bei 6-8 Knoten Nord bis Nord-West Wind gingen noch zwei Wettfahrten über die Bühne. Günther schaffte es trotz einem Fehlstart in der dritten Wettfahrt seine Führung mit einem weiteren ersten Platz zu verteidigen und siegte somit vor Tobias Hanke und Daniel Härtel (beide GER)."

Herzlichen Glückwunsch an den Attersee und viel Freude am tollen Wanderpokal dieser noch jungen, aber schon so erfolgreichen Regatta!

 

Felix Krause gewinnt am Achensee (Ergebnis + Bericht)

Achensee-Regatta, 29.-30. August 2020

Sturm, Regen und Gewitter – das war die Wettervorhersage für den Achensee am Wochenende vom 29.-30. August 2020. Schlechte Voraussetzungen für ein Thermikgebiet … Trotzdem fuhr ich mit meinen Jungs vom Ammersee nach Österreich. Wir lebten in der Hoffnung, am Freitag noch einen kleinen Trainingsschlag zu machen, bevor das Wetter zusammenbricht – doch das fiel wortwörtlich ins Wasser.

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Max gewinnt in Steinhude (Update: Bericht)

Fünf Rennen bei 4-6 Windstärken und nur erste und zweite Plätze: das ist wohl ein verdienter Sieg. Max gewinnt die Kehraus-Regatta am Steinhuder Meer. 
 
Rückkehrer Alex alias Axel wird Zweiter und schafft es 2x, vor Max im Ziel zu sein. Präsi Sebastian wird Dritter im Feld von 28 Booten.
 
 
Martin Schöttelndreyer (GER-495) berichtet, wie gut ihm die Regatta gefallen hat:

Kehraus – ein Spätsommertraum als Saisonauftakt

Für die Meisten von uns war die Kehrausregatta, anders als im Winter geplant, dank COVID19 der Saisonauftakt und das Wetter gab uns dazu das Gefühl vom Frühjahr. Es hatten sich 28 Regattateilnehmer auf die Vereine rund um das Steinhuder Meer zusammengefunden und fieberten dem Saisonauftakt entgegen. Bei Flaute bauten wir die Schiffe auf und fragten uns, wo der von Windfinder angekündigte Wind bleibt? Pünktlich zum Auslaufen kam der Wind, der bis zum Start auf vier Windstärken aufbriste. Hatte Windfinder nicht noch mehr angesagt? Gesegelt wurde das klassische olympische Dreieck und der Wind nahm von Schenkel zu Schenkel zu.

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Französisch-Schweizerische Meisterschaft

Die erste gemeinsam ausgerichtete Meisterschaft der frnzösischen und der Schweizer Klassenvereinigung am Lac de Monteynard hat Ende August Luca Bonezzi gewonnen. Hier der Bericht von Volker Messerknecht (SUI):

Vorgeschichte:

  • Deutschland schreibt das Département Provence (Nachbar von Isère) auf die Quarantäneliste.
  • In der Schweiz ist die Unsicherheit ebenfalls spürbar: fahren oder nicht fahren?
  • Wetterprognosen sind düster
  • grosse Motivationsverarbeitung bei der Anfahrt

Donnerstag 27.8.: Training und letzter sonniger Tag

Perfekte Bedingungen, Kitesurfer springen 10 Meter hoch und Sonne scheint. Die gute Laune wird durch kurzfristige Absagen (im Doppelpack /Trailer) aus Deutschland getrübt. Anstatt 25 Boote sind es 17, die in Monteynard eintreffen.

Freitag 28.8.

Der Regen setzt ein, graue Mienen und Zweckoptimismus. 14.15 Uhr Start. Siehe da, Wind von Süden erlaubt uns eine Wettfahrt mit Druck im Segel. Pitschnass und vor dem nahen Gewitter kommen wieder alle an Land. Um dort zu erfahren, dass ein Blitz für eine regionale Strompanne gesorgt hat. (Ironie: wir segeln auf einem Stausee, der der "Electricité de France" gehört). Diese Panne dauert bis 19.30 Uhr. Das Restaurant konnte nicht mehr reagieren und einige Klubdamen sind notfallmässig 40 Km entfernt Pizzen holen gegangen. Die Rückfahrt war abenteuerlich, weil der dicke Nebel nur eine langsame Fahrt erlaubte. Also um 21.30 Uhr kalte Pizza im Stehen. Naja.

Samstag 29.8.

Dauerregen, Stimmung auf dem Tiefpunkt. Aber tatsächlich gibt es Wind! Frank GER 416 hat sich entschieden, mit seiner Tochter nachhause zu fahren, nachdem man ihm ein Adapterkabel für seinen Camper gestohlen hat. Auf dem Wasser drei schöne Läufe mit Trapezwind: Italiener sind unerreichbar, aber nicht weit! Die Schweizer Boote bleiben gut zusammen. Beim Abendessen im Klublokal konnten wir ein tolle Mannschaft kennenlernen. Merci beaucoup!

Sonntag 30.8.

Die Sonne kommt zurück und wir können mit Nordthermik wieder drei schöne Läufe segeln. Mit diesem "Tagestüpfli": mein erster Laufsieg seit Jahrzehnten (ja ja, Luca war schon an Land....).

Also wir sind meinem Traum, mit 10 Schweizer Contendern zu segeln, einen Schritt näher gekommen. Weiter so! Eine schöne Meisterschaft trotz Corona-Risiko und Wetterprognose.

Links:

Als Ergänzung hier noch der Bericht von Markus Rüdt:

Schweizerisch-französische Meisterschaft

Lac de Monteynard, 28. – 30. August

«Les absents ont toujours tort.» Das französische Sprichwort sagt: “Die Abwesenden haben immer Unrecht.»

Freitag

Ich habe meine Zweifel bezüglich des Sprichworts, als meine Frau Franziska und ich um 6 Uhr Richtung Grenoble in Frankreich abfahren. Nicht nur wegen der frühen Morgenstunde, auch wegen den Wetterprognosen und den zunehmenden Covid-19-Fallzahlen in Frankreich. Unterwegs fahren wir bereits durch die ersten Regenschauer.

Der Lac de Monteynard ist mir bisher unbekannt. Es handelt sich um einen Stausee, wunderschön eingebettet zwischen zwei Bergzügen und mit seiner Breite von 600 m absolut zuschauerfreundlich. Die Bojen sind fest verankert und die Raumtonne liegt keine 100 m vom Ufer entfernt.

14:30 Uhr kommt das Signal zum Auslaufen, obwohl der Wind nicht überzeugt. Die Wettfahrtleitung zeigt aber, dass sie ihren See kennt, denn bald schon setzt sich ein Südwind mit mittlerer Stärke durch. Aber auch der Regen wird stärker, in den umliegenden Bergen  gibt’s Gewitter, sodass die Wettfahrtleitung nach einem Lauf abbricht. Die Gewitter gehen über in Dauerregen, begleitet von einem mehrstündigen Stromausfall. Das Nachtessen im Club wird ohne Strom auch nicht der Reisser. Bilanz des ersten Tages: Die Abwesenden sind sicher nicht im Unrecht.

Samstag

Der Blick auf den See am Morgen aus dem Hotelfenster ist deprimierend. Regen, tiefliegende Wolken und spiegelglattes Wasser. Gegen Mittag gehen wir zum Hafen. Frank packt zusammen. Man kann es nachvollziehen. Wie ist das mit dem Sprichwort und den Abwesenden? Und dann bessert sich das Wetter etwas, ein Nordwind setzt sich durch, also wird man aufs Wasser gebeten. Der Nordwind pendelt sich bei 3 bis 4 Bf. ein. Im Feld wird schnell klar, wer hier der Chef ist. Luca Bonezzi gewinnt alle drei Läufe. Uwe Hoffmann und Stéphane Valdemarin (beide SUI) holen sich je einen 2. Rang. Im dritten Lauf regnet es wieder in Strömen, die Wollfäden kleben am Segel und die Spiönchen klammern sich ans Vorstag.

An den drei Läufen ist nichts auszusetzen, aber Begeisterung will nicht wirklich aufkommen. Fazit: Les absents n’ont pas toujours tort. Manchmal haben auch die Abwesenden recht.

Sonntag

Gleiches Bild am Sonntag. Immerhin sind die Prognosen für heute besser. Und tatsächlich, am Mittag kommt die Sonne und mit ihr die Thermik mit einem herrlichen Nordwind von 4 bis 5 Bf. Heute gibt’s Segeln vom Feinsten. Drei Läufe sind auch heute auf dem Programm. Und wieder gewinnt Luca den ersten Lauf. Im 2. Lauf überlässt er Daniel Chiesa das Siegen und wird Zweiter. Somit ist er Gesamtsieger und muss den letzten Lauf nicht mehr segeln. Und dann kommt Volkers Sternstunde. Mit einem starken Start setzt er sich an die Spitze und lässt, obwohl hart bedrängt von Daniel Chiesa, nichts mehr anbrennen und holt sich diesen Sieg. Bravo Volker!

Am Podest ändert sich aber nichts mehr. Die ersten 4 Plätze machen die Italiener unter sich aus, gefolgt von 6 Schweizer Booten.

Volkers Fazit: «Les absents ont toujours tort.» Auch über alle drei Tage gesehen, werden sich alle Anwesenden diesem Fazit anschliessen.

Um 18 Uhr fahren Franziska und ich heimwärts.

Montag: 06:00 Uhr aufstehen. Das Fazit von gestern gerät kurz ins Wanken.

Markus Rüdt

Kieler Woche 2020

Tag 4 (=letzter Tag):

Segeln mit Druck in der Luft (siehe das verkleinerte Starterfeld in der Ergebnisliste). Die Laufsiege der abschließenden Rennen bleiben in dänischer Hand, Rene überzeugt mit 2x Platz 3, Max sichert den dritten Rang in der Gesamtwertung. Herzlichen Glückwunsch nach Dänemark!!

Details:

  • Ergebnisliste: Link
  • Tipp: In den SAP Sailing Analytics könnt Ihr die Rennen noch mal nachverfolgen: Alle Booten hatten die Tracker an Bord.
  • (Einige wenige) Fotos: Link (Tag 1), Link (Tag 4)

Tag 3:

Zwei deutsche Laufsiege (Max und Maisi), jede Menge Frühstarts (BFD) und dänische Dominanz: das Fazit des dritten Tages in Kiel. Eike Martens gibt den dritten Rang wieder an Max zurück und muss auch Rene Heynen (NED) vorbeiziehen lassen. Aber heute ist ja noch ein Tag und genug Zeit, die drei Punkte wieder gutzumachen!  

Tag 2:

Eike Martens legt mit 4,3,2 eine tolle Serie hin und rückt auf den dritten Rang vor. Max ist jetzt Vierter. Vorn setzt sich das dänische Duo ab. 

Tag 1:

Bei herrlichem, manche würden sagen: herbstlichem, Segelwetter gingen heute drei Läufe über die Bühne. Wind bis 6 Bft. und ordentlich Welle. Wenn man eh nass ist, stört auch die ein oder andere Regenschauer kaum. Fazit, wie Martin Kaufhold berichtet: "Geiler Tag auf See!" 

Die Laufsiege gingen nach Dänemark, Max (8,3,2) ist hinter Sören (1,1,3) und Jesper (2,2,1) Dritter und damit bester Deutscher. 27 von 29 gemeldeten Booten aus drei Ländern gingen an den Start. 

Bericht Flussfahrt auf der Weser

Karte 1 SandstedtDirk Müller meint es gut mit uns. Um die Entzugserscheinungen zu lindern, verwöhnt er uns mit Lesestoff. Wie immer Kategorie #Lesebefehl. Er nimmt Christoph Homeier (und jetzt uns) mit zur Ausfahrt auf der Weser:

"Christoph ist dem Sportparksee entflohen und besucht mich auf der Weser. Mal die Contender von der Leine lassen und eine Weile geradeaus fahren. Wir treffen uns auf meinem Sommer-Liegeplatz, dem Campingplatz in Sandstedt. Zuerst wird ein Blick aufs Revier geworfen: Sandstrand, dahinter Schlick wegen Niedrigwasser, rechts die Buhne 86a, welche uns die Fähre vom Leib hält. Wie war das noch mit dem Kardinalsystem auf den "Hummel-Tonnen"? Aufm Fluss einfach See-seitig bleiben! Blauer Himmel, 25°C mit 12+ kn Wind aus 220°, die Weser verläuft hier ungefähr Nord-Süd, somit Wind schräg gegen den Flut-Strom, was eine anspruchsvolle Welle verspricht - insbesondere im Fahrwasser: Kaiserwetter für Fortgeschrittene.

Zum Abslippen benötigen wir meinen Slippi mit den Ballonrädern. Also erst mein Boot slippen, mit dem Schwert "ankern" damit der Wind es nicht auf den Matsch drückt, danach Christophs Boot auf den Slippi heben und slippen. Dann Segel hoch und raumschots diagonal über die Weser ans West-Ufer zur grünen Fahrwasser-Tonne 83 jagen. Die Halse nicht zu dicht am Faß. Mannomann, heute ist ja richtig Strom! Aber gestern war auch Vollmond: Springflut. Zurück zum Ost-Ufer. Dort wieder halsen, was ich nutze, um die Wasserkühlung in meinem Neo zu aktivieren.

Karte rechts hochauflösend: Karte_1_Sandstedt.jpg

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Infos Kieler Woche 2020 (**Update**)

Update von Sebastian vom 11. Juni: Wir bekommen min. 40 Startplätze (statt 30 laut NoR), sofern wir min. 31 Meldungen bekommen (Stand heute = 26). Bei mehr als 41 Meldungen = 50 Startplätze.

Rundschreiben von Sebastian an alle Mitglieder der KV:

Liebe Contender,

viele von Euch freuen sich wahrscheinlich auf die Kieler Woche (5.-8. September). Sie wird eines von wenigen internationalen Events sein, die wir dieses Jahr in Europa haben werden.

Die Ausschreibung ist jetzt online (unter diesem Link) und ihr könnt ab sofort auch melden (unter diesem Link). Bis zum 1. Juli zahlt ihr die Early Entry Fee.

In der Ausschreibung werdet ihr einige Dinge finden, die auf den ersten Blick nicht schön sind. Wir wollen Sie Euch hier kurz erklären und auch unsere Sicht der Dinge schildern.

1) Erhöhtes Meldegeld von 160 Euro

Das Meldegeld zur Kieler Woche 2020 ist etwa 35 Euro höher als sonst. Dafür gibt es allerdings gut nachvollziehbare Gründe. Die Veranstalter müssen erheblichen Aufwand leisten, um den Abstands- und Hygieneregeln im Olympiahafen gerecht zu werden. Sponsorengelder fallen weg und die Rekrutierung von Freiweilligen zur Mitwirkung an einer Großveranstaltung ist in diesem Jahr auch nicht gerade einfach. Wir müssen denke ich anerkennen, dass Regattasegeln in einem besonderen Jahr wie diesem einfach mehr Aufwand bedeutet und entsprechend mehr kostet.

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